GEW-Arbeit: Es darf auch leicht sein! - 2. Coaching des KV Rotenburg am 24.10.19

Was siehst du durch „deine Brille“ ?

Was siehst du durch "deine Brille"?

Wann erlebe ich meine GEW-Arbeit als lebendig – und was trage ich dazu bei? Was geht mir gerade zu meiner GEW-Arbeit durch den Kopf, was ist mir wichtig? Wie stelle ich mir die organisatorische, strukturelle und inhaltliche Arbeit in meinem OV/KV zukünftig vor? Und: Was hat „Der kleine Kuschelhase“ eigentlich mit all dem zu tun?

Wie es sich zu diesen Fragen engagiert und mit viel Freude arbeiten lässt, das wurde auf dem 2. Coaching unseres Kreisverbandes im Oktober 2019 deutlich. Eingeladen dazu hatte der Kreisvorsitzende Herbert Renken in enger Kooperation mit seinen Stellvertreter*innen Sabine Stahmann-Wruck und Frank Embers.

Entwicklungsideen im „World-Café“Der Einsatz für eine zeitgemäße und attraktive GEW-Arbeit, die für die Mitglieder inspirierend ist und viele Anknüpfungspunkte zur aktiven Einbindung bieten kann, das ist für den KV Rotenburg nichts Neues! Schon bevor die GEW auf Landesebene ihren 1. Zukunftskongress startete, haben wir uns im März 2017 auf diesen Weg gemacht. Klar war für alle, dass es sich hier um eine Prozessentwicklung handelte und wir unsere Leitfragen fortlaufend aktualisieren und neu in den Fokus nehmen sollten.

So machten wir uns 2 1⁄2 Jahre nach dem 1. Coaching wieder auf den Weg. Begleitet von Sebastian Seurig, einem systemischen Prozessbegleiter aus Hannover, sollten die Ziele, Strukturen und Inhalte der regionalen GEW-Arbeit erneut reflektiert, geprüft und in eine zeitgemäße Form überführt werden: Die Ortsverbandsarbeit beleben oder OV ́s zusammenführen, sie ggf. anders denken und neu einbinden, verkrustete Strukturen auf Versammlungen überdenken, GEW-Arbeit in den Schulen beleben, Fragen der Mitgliederaktivierung, Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit bewegen – die Palette der Themen ist breit und für den DSC 2734einzelnen OV mit seinen ehrenamtlichen Vorsitzenden herausfordernd. Solidarisch lässt sich das aber wuppen! So brachte dann ein inspirierender Ablauf mit aktivierenden Methoden eine bunte Gruppe an Mitgliedern im KV ROW in den Austausch: Den ganzen Tag lang arbeiteten die im Schuldienst aktiven Kolleg*innen Seite an Seite engagiert mit den Pensionär*innen zusammen. Vertreten waren Mitglieder aus nahezu allen Ortsverbänden sowie der Kreisvorstand. Auch Gäste aus benachbarten KV ́s waren willkommen.
Durch gezielten Austausch und eine enge Vernetzung konnten wir zu verschiedenen Leitfragen unsere Standpunkte entwickeln und konkrete nächste Schritte skizzieren. Und: Wieder einmal haben wir es als sehr positiv erlebt, dass wir zusammengerückt sind und uns gegenseitig unterstützen konnten. Es geht doch!

Gemeinsame Ziele anvisieren und auf den Weg bringen, dabei die Leichtigkeit und den Spaß nicht außer Acht lassen und ganz viel Solidarität erfahren: Das ist GEW-Arbeit, für die ich in unsere Gewerkschaft eingetreten bin und mich jeden Tag auf ́s Neue freue, hier Mitglied zu sein!

Sabine Stahmann-Wruck (Stellvertretende KV-Vorsitzende)

Rotenburger GEW-Senioren besichtigen VW-Werk in Wolfsburg

Zum wiederholten Male organisierte der Vertreter der Senioren im GEW-Kreisvorstand Rotenburg/Wümme, Jürgen Marherr, einen Tagesausflug für die im Ruhestand befindlichen Kolleginnen und Kollegen. Nachdem es im letzten Jahr nach Papenburg zur Meyer-Werft und nach Leer gegangen war, stand in diesem Jahr Wolfsburg als Ziel an. Insgesamt 43 Kolleginnen und Kollegen aus dem gesamten Landkreis machten sich ab 07.00 Uhr morgens per Bus auf den Weg.

Bei sehr schönem Herbstwetter führte der Weg auf zum Glück nur mäßig verstopften Autobahnen zunächst in das VW-Museum in Wolfsburg (nicht zu verwechseln mit dem ZeitHaus in der VW-Autostadt). Eine Mitarbeiterin des Museums erwartete die Gruppe und führte diese anschließend durch das Gebäude in der Dieselstraße. Zu sehen gab es eine Unzahl an verschiedenen Modellen aus der Volkswagengeschichte, angefangen beim legendären „Brezelkäfer“. Die Geschichte des Käfers wurde weiter fortgeführt bis hin zum letzten Exemplar, das in dieser Reihe in Puebla (Mexiko) als „última edición“ hergestellt wurde. Auch waren viele Sondermodelle des Käfers zu sehen, so z.B. der Schwimmkäfer oder auch ein „Gelber Engel“, vielen noch als Helfer auf den Autobahnen bekannt. Neben dem Käfer gab es auch den „VW-Bulli“ zu bestaunen, angefangen beim T1-Modell in verschiedenen Ausführungen. Es folgten verschiedene Autoserien wie der 1500/1600er, die aber nicht an den Erfolg des Käfers anknüpfen konnten. Dieses war erst dem Golf beschieden, dem das ab Mitte der 70er Jahre gelang und der natürlich auch in der Ausstellung zu sehen ist. Abgerundet wird sie durch viele weitere VW-Modelle (Scirocco, Santana etc.), durch einige Audi-Modelle oder auch durch interessante „Exoten“ wie den Ro 80 oder den K 70. Ein sehr spannendes Museum!

Zum gemeinsamen Mittagessen ging es anschließend nach Fallersleben ins „Alte Brauhaus“, wo bereits alles vorbereitet war und man sich am Tischbuffet bedienen konnte.

Mit vollem Bauch wurde der Bus wieder bestiegen und das VW-Werk angesteuert. Dort stand eine knapp zweistündige Besichtigung der Produktion auf der Tagesordnung. Schon bei der Anfahrt wurde schnell deutlich, über welch gigantische Ausmaße sich das Werk erstreckt. Über Kilometer ging es an den bekannten roten Bachsteingebäuden entlang, bis schließlich die „Guest Relation“ erreicht wurde, der Besucherdienst! Mit einer Präsentation zeigten zwei kompetente Mitarbeiter Größe und Bedeutung des VW-Konzerns auf. 665.000 Menschen beschäftigt VW weltweit, davon in Wolfsburg allein 73.000, 44.000 Fahrzeuge werden weltweit täglich produziert, immerhin 3.500 davon im Wolfsburger Werk. Schwerpunkte der Diskussion waren die wachsende Bedeutung Asiens (hier vor allem Chinas) für den Automobilbau und -absatz und die Fertigung der Elektromobile in Zwickau bzgl. der Arbeitsplätze an den niedersächsischen Standorten des Konzerns. Abschließend fuhren alle durch die riesigen Hallen des Werkes. Besichtigt wurde die Stanzerei, wo der mittlerweile fast flächendeckende Einsatz von Robotern auffiel, die Lackiererei sowie die eigentliche Fertigung. Interessante Einblicke gab es dabei in die Produktionsstraßen für Tiguan, Touran und den SEAT Tarraco, wo zwar auch vieles sehr automatisiert abläuft, aber vieles auch noch in Handarbeit erledigt werden muss.

Voll mit vielfältigen Eindrücken und einer Menge neuer Informationen ging es dann über die mittlerweile deutlich voller gewordenen Autobahnen zurück in den heimatlichen Landkreis. Einig waren sich alle, dass sich der Tag gelohnt habe und man im nächsten Jahr wieder gemeinsam eine ähnlich interessante Tour unternehmen wolle. Dieses zu organisieren versprach Jürgen Marherr, dem vielfältig für die Planung und Durchführung der diesjährigen Fahrt gedankt wurde.

Tag der Pädagogik 2020

Der Tag der Pädagogik findet voraussichtlich im März 2020 in der IGS Zeven statt. Nähere Informationen folgen in Kürze.